Satelliten

Yaogan-Satelliten

Yaogan ist eine chinesische Erdbeobachtungsreihe, deren Starts 2006 begannen. Öffentlich genannte Aufgaben umfassen Experimente, Ressourcenerkundung und Katastrophenbeobachtung; die Reihe nutzt optische und Radar-Satelliten, doch einzelne Nutzlasten und Missionsziele werden nicht immer veröffentlicht.

Eine Langer Marsch 2D startet am 27. November 2022 Yaogan-36-Satelliten von Xichang
Eine Langer Marsch 2D startet am 27. November 2022 Yaogan-36-Satelliten von Xichang
Bildnachweis: China News Service · CC BY 4.0 · Bildquelle anzeigen ↗

Auf einen Blick

Betreiber
CNSA; Raumfahrzeuge von CAST, SAST und weiteren Einrichtungen entwickelt
Seit
2006
Aufgabe
Erdbeobachtung für wissenschaftliche Experimente und die Erkundung von Landressourcen

Fernerkundung bedeutet, die Erde aus der Entfernung zu untersuchen. Satelliten müssen nicht auf Feldern, in Wäldern oder Ozeanen landen: Elektromagnetische Signale verraten, was dort geschieht.

Chinas Yaogan-Reihe begann mit Yaogan 1, der am 26. April 2006 von Taiyuan startete. Öffentliche Beschreibungen nennen wissenschaftliche Experimente und Erkundung von Landressourcen. Da manche Nutzlasten und Anwendungen nicht öffentlich erläutert werden, behandelt dieser Artikel ausschließlich nachprüfbare Informationen.

Eine Langer-Marsch-2D-Rakete startet am 27. November 2022 Yaogan-36-Satelliten von Xichang
Eine Langer-Marsch-2D-Rakete startet am 27. November 2022 Yaogan-36-Satelliten von Xichang
Bildnachweis: China News Service · CC BY 4.0 · Bildquelle anzeigen ↗

Ist Fernerkundung nur Fotografie aus dem All?

Aufnahmen im sichtbaren Licht sind nur eine Methode. Optische Instrumente messen reflektiertes Sonnenlicht; Radar sendet Mikrowellen aus und empfängt deren Echos. Felder, Wälder, Städte und Wasser erzeugen unterschiedliche spektrale Signaturen und Radarstrukturen.

Einige Yaogan-Raumfahrzeuge nutzen sonnensynchrone Umlaufbahnen. Sie passieren einen Ort zu ähnlichen Tageszeiten, sodass gleichbleibende Beleuchtung Veränderungen leichter erkennbar macht.

Warum funktioniert Radar nachts und durch Wolken?

Ein Radar mit synthetischer Apertur (SAR) erzeugt seine eigene Mikrowellenbeleuchtung und kann viele Wolken durchdringen. Es rekonstruiert Oberflächenmerkmale auch bei Dunkelheit und eignet sich dadurch für regenreiche Regionen, Ozeane und Katastrophengebiete.

Wie hängt das mit dem Alltag zusammen?

Öffentlich beschriebene Anwendungen umfassen Landvermessung, Erntebeurteilung, Überschwemmungen, Brände sowie Umwelt- und Meeresbeobachtung. Satelliten sagen Einsatzkräften nicht unmittelbar, wohin sie fahren sollen. Vorher-Nachher-Bilder heben jedoch Veränderungen hervor, die anschließend am Boden geprüft werden können.

Warum werden hier keine Satellitenbilder gezeigt?

Manche Yaogan-Aufnahmen und Angaben zu Nutzlasten sind nicht öffentlich. Diese Seite verwendet Startfotos und trennt offiziell beschriebene Anwendungen von Spekulation. Wenn verlässliche Angaben fehlen, ist „unbekannt“ eine sachlich richtige Antwort.

Schon gewusst?

Fernerkundung beruht auf elektromagnetischer Strahlung. Das menschliche Auge sieht nur einen schmalen Ausschnitt davon; Satelliten erfassen zusätzlich Infrarot und Mikrowellen. Verschiedene Spektralbänder können auf demselben Feld Feuchtigkeit und Pflanzenwachstum sichtbar machen.

Quellen