Weltraum

Orus: Woher stammt das dunkelrote Gestein?

Orus ist ein etwa 51 Kilometer großer Trojaner Jupiters, an dem Lucy 2028 vorbeifliegen soll. Messungen von Oberfläche und Zusammensetzung werden mit anderen Trojanern verglichen, um zu klären, ob ähnliche Farben tatsächlich auf eine gemeinsame Herkunft hinweisen.

Künstlerische Darstellung auf Grundlage von Bodenbeobachtungen vor dem Vorbeiflug, keine Aufnahme einer beobachteten Oberfläche
Künstlerische Darstellung auf Grundlage von Bodenbeobachtungen vor dem Vorbeiflug, keine Aufnahme einer beobachteten Oberfläche
Bildnachweis: NASA/SwRI Lucy Mission · Source terms · Bildquelle anzeigen ↗

Auf einen Blick

英文名
Orus
尺度
Etwa 51 km
计划飞掠
2028

Orus umkreist die Sonne im Trojanerschwarm, der Jupiter auf seiner Bahn vorausläuft. Der mehrere Dutzend Kilometer große Asteroid zeigt ein rötliches Reflexionsspektrum – er glüht nicht etwa vor Hitze rot.

Warum wird die Farbe eines fernen Gesteinsbrockens bestimmt?

Verschiedene Stoffe absorbieren unterschiedliche Wellenlängen des Lichts. Orus gehört zur dunklen, rötlichen D-Klasse. Ein Spektrum allein verrät jedoch nicht eindeutig, woraus sein Inneres besteht – so wenig wie die Farbe eines Mantels die Person darin bestimmt.

Warum wurde gerade dieser Asteroid ausgewählt?

Gute Untersuchungen brauchen Vergleichsobjekte. Orus lässt sich mit dem ebenfalls zum D-Typ gehörenden Leucus oder mit dem ähnlich großen, aber spektral unterschiedlichen Eurybates vergleichen. Erst Größe, Farbe, Rotation und Gelände zusammen helfen, ursprüngliches Material von späteren Veränderungen zu unterscheiden.

Künstlerische Darstellung von Trojanern, keine Aufnahme der Oberfläche von Orus
Künstlerische Darstellung von Trojanern, keine Aufnahme der Oberfläche von Orus
Bildnachweis: NASA · Public domain · Bildquelle anzeigen ↗

Ist Orus wirklich ein Fossil?

Der Ausdruck ist eine Metapher. Kleine Körper können frühes Material bewahren, das etwas über Entstehung und Wanderung der Planeten verrät. Strahlung, Einschläge und die Erneuerung von Oberflächen verändern sie jedoch weiter. Forschende müssen deshalb alte Bestandteile von jüngeren Spuren trennen.

Was geschieht als Nächstes?

Lucys für 2028 geplanter Vorbeiflug soll Form, Krater, Farbe und Temperatur erfassen. Warum sich der Besuch lohnt, ist bereits klar; einzelne Berge können wir noch nicht beschreiben. Gerade diese Ungewissheit macht die Begegnung spannend.

Quellen