Satelliten

Amazon Leo (ehemals Project Kuiper)

Amazon Leo, zuvor Project Kuiper, ist das Breitbandnetz des US-Unternehmens Amazon in niedriger Erdumlaufbahn. Laser-Verbindungen zwischen den Satelliten sollen Gebiete jenseits terrestrischer Netze erreichen; Prototypen starteten 2023, der erste reguläre Schwarm folgte 2025.

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Eine Atlas V der United Launch Alliance startet Amazon-Leo-Satelliten von Cape Canaveral; Aufnahme der US Space Force
Eine Atlas V der United Launch Alliance startet Amazon-Leo-Satelliten von Cape Canaveral; Aufnahme der US Space Force
Bildnachweis: U.S. Space Force photo · Public domain · Bildquelle anzeigen ↗

Auf einen Blick

Betreiber
Amazon
Seit
2019
Aufgabe
Breitband aus niedriger Erdumlaufbahn für Privatpersonen, Unternehmen und abgelegene Gemeinden

Amazon möchte nicht nur Pakete, sondern auch Internetzugang in abgelegene Regionen bringen. Amazon Leo, früher Project Kuiper, plant 3.236 Satelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen in etwa 600 Kilometern Höhe. Der neue Name wurde im November 2025 offiziell eingeführt.

Was ist Amazon Leo?

Amazon begann das Projekt um 2019 und erhielt 2020 von der US-Aufsicht FCC die Genehmigung für den Aufbau. Im Oktober 2023 starteten KuiperSat-1 und KuiperSat-2, um unter anderem Videoverbindungen und Laserkommunikation zu testen. Diese Prototypen erprobten das System vor dem großflächigen Ausbau. Die ersten 27 operationellen Satelliten starteten im April 2025.

Abgasfahne einer Atlas V beim Start von Kuiper-Satelliten; US Space Force
Abgasfahne einer Atlas V beim Start von Kuiper-Satelliten; US Space Force
Bildnachweis: U.S. Space Force photo · Public domain · Bildquelle anzeigen ↗

Wozu dient das Netzwerk?

Ähnlich wie Starlink soll es Haushalte, Unternehmen und Behörden mit Breitbandinternet versorgen. Eine flache Antenne auf dem Dach oder außerhalb eines Fensters kommuniziert mit den über den Himmel ziehenden Satelliten.

Unterbricht Regen die Verbindung? Starker Regen kann hochfrequente Signale abschwächen; dieser Effekt heißt Regendämpfung. Antennenkonstruktion, Anpassung des Signals und die Verteilung der Bodenstationen mindern die Auswirkungen, doch Satellitennetze sind nicht wetterunabhängig.

Wie gelangen so viele Satelliten in den Orbit?

Eine Atlas V der ULA startet Kuiper-Satelliten von Cape Canaveral; US Space Force
Eine Atlas V der ULA startet Kuiper-Satelliten von Cape Canaveral; US Space Force
Bildnachweis: U.S. Space Force photo · Public domain · Bildquelle anzeigen ↗

Tausende Satelliten zu bauen ist nur ein Teil der Aufgabe; sie müssen auch rechtzeitig starten. Amazon kaufte Starts bei ULA, Arianespace, Blue Origin und weiteren Anbietern, um nicht von einer einzigen Rakete abhängig zu sein.

Schon gewusst?

Der frühere Name Kuiper geht auf den Astronomen Gerard Kuiper zurück, nach dem auch der Kuipergürtel benannt ist. Diese Satelliten fliegen nicht dorthin, sondern arbeiten nahe der Erde. Der Name verband das ferne Sonnensystem mit dem Netzwerk über unseren Köpfen.

Quellen