Satelliten

Starlink

Die Starlink-Satelliten des US-Unternehmens SpaceX bilden ein Breitbandnetz in niedriger Erdumlaufbahn für abgelegene Gebiete, Schiffe und Flugzeuge. Der erste reguläre Schwarm startete 2019; frisch ausgesetzte Satelliten können zunächst als markante Lichterkette erscheinen.

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Langzeitaufnahme der Leuchtspuren kurz zuvor gestarteter Starlink-Satelliten
Langzeitaufnahme der Leuchtspuren kurz zuvor gestarteter Starlink-Satelliten
Bildnachweis: M. Lewinsky · CC BY 4.0 · Bildquelle anzeigen ↗

Auf einen Blick

Betreiber
SpaceX
Seit
2019
Aufgabe
Weltweiter Breitband-Internetzugang durch eine Konstellation in niedriger Erdumlaufbahn

Kann man in abgelegenen Bergen oder auf einem Hochseeschiff ohne Glasfaser und Mobilfunkmasten online gehen? Starlink bietet eine Antwort: Viele Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen leiten Signale weiter.

Die Internetkonstellation von SpaceX ist das größte bereits aufgebaute Satellitensystem. Im Mai 2019 startete eine Falcon 9 die ersten 60 Satelliten. Heute arbeiten Tausende im Orbit; die genaue Zahl ändert sich laufend durch neue Starts und ausgemusterte Satelliten.

Was ist Starlink?

Die meisten Starlink-Satelliten umkreisen die Erde in etwa 550 Kilometern Höhe und damit viel näher als traditionelle geostationäre Satelliten. Kürzere Signalwege verringern die Zeit für Hin- und Rückübertragung der Daten.

Die Satelliten kommunizieren mit Bodenstationen und tauschen über Laserverbindungen zwischen Satelliten Daten direkt im All aus. Ausgediente Fahrzeuge senken ihre Bahnen ab und treten schließlich wieder in die Atmosphäre ein.

Langzeitbelichtung der Spuren frisch gestarteter Starlink-Satelliten
Langzeitbelichtung der Spuren frisch gestarteter Starlink-Satelliten
Bildnachweis: M. Lewinsky · CC BY 4.0 · Bildquelle anzeigen ↗

Wozu dient das Netzwerk?

Starlink liefert Breitbandverbindungen für entlegene Dörfer, Schiffe, Flugzeuge und Katastrophengebiete, in denen terrestrische Kommunikation ausgefallen ist. Nutzende installieren gewöhnlich eine flache Antenne, die vorbeiziehende Satelliten automatisch verfolgt.

Können Telefone direkt eine Verbindung herstellen? Für gewöhnliches Satellitenbreitband ist weiterhin eine eigene Antenne nötig. Starlink entwickelt jedoch mit einigen Mobilfunkanbietern Direct to Cell. Der Dienst zielt auf grundlegende Kommunikation außerhalb terrestrischer Abdeckung; Möglichkeiten und Verfügbarkeit hängen vom jeweiligen Netzbetreiber ab.

Flache Starlink-Nutzerantenne, ungefähr so groß wie ein Pizzakarton
Flache Starlink-Nutzerantenne, ungefähr so groß wie ein Pizzakarton
Bildnachweis: Steve Jurvetson · CC BY 2.0 · Bildquelle anzeigen ↗

Bedenken und Gegenmaßnahmen

Große Konstellationen erschweren astronomische Beobachtungen: Reflektiertes Sonnenlicht hinterlässt Streifen in lang belichteten Teleskopbildern. SpaceX erprobte dunkle Beschichtungen bei DarkSat, Sonnenblenden bei VisorSat und veränderte Ausrichtungen zur Verringerung der Reflexionen. Außerdem stellt das Unternehmen Astronominnen und Astronomen Bahndaten zur Verfügung, um Störungen besser zu begrenzen.

Schon gewusst?

Warum erscheinen Starlink-Züge? Frisch ausgesetzte Satelliten befinden sich zunächst auf nahe beieinanderliegenden Bahnen. Kurz nach Sonnenuntergang kann ihr reflektiertes Licht wie eine Perlenkette wirken. Während sie sich verteilen und ihre Betriebsbahnen erreichen, löst sich der Zug allmählich auf.

Eine Falcon 9 mit Starlink-Satelliten; US Space Force
Eine Falcon 9 mit Starlink-Satelliten; US Space Force
Bildnachweis: U.S. Space Force/Gwendolyn Kurzen · Public domain · Bildquelle anzeigen ↗

Quellen